GENEALOGICA / Band 41
Rudolf Heinz
Leib – Ding – Körper II
Pathognostische Psychosomatikkritik
mit einer Einleitung von Reinhard Merker
Essen 2009, 186 Seiten, 28,00 EUR[D], ISBN 978-3-89924-260-7
Die vorgelegte Kollektion von bisher unveröffentlichten, teils theoretischen, teils kasuistischen Gelegenheitsarbeiten zur Kritik der psychoanalytischen Psychosomatik zweckt auf deren „Dekonstruktion" ab. Die Klammer bildet die Genealogie des Hybrids menschlicher Organismus („Körper"): der (wieder)zuveräußernden Kontamination von „Leib" und „Ding", in der sich alle Pathologie, unter dem Diktat des „Begehrens" („Ödipuskomplex/Narzißmus/Todestrieb") stehende Vermittlungseinbußen in beider Verhältnis, zuträgt.
Reinhard Merkers koproduktive Einleitung profiliert meine Psychosomatikkritischen Prämissen, kontextualisiert sie absetzend, zeigt quasi unrealistisch überschießende Programmatikteile auf, skizziert auch, einladend selbsthistorisch, den eigenen Zugang zur Pathognostik.
Dr. phil. Rudolf Heinz, Universitätsprofessor i.R. für Philosophie an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf; psychoanalytische Ausbildung, psychiatrische Tätigkeit; Konzeption der psychoanalysekritischen Pathognostik; erster Vorsitzender von „Psychoanalyse und Philosophie e.V." (Gründungsmitglied der „Akademie für Psychoanalyse und Psychosomatik Düsseldorf e.V."); z.Z. Mitarbeit in der „Klinik für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie der Heinrich-Heine-Universität-Düsseldorf/Rheinische Kliniken"; zahlreiche Fachpublikationen zum Wechselverhältnis von Philosophie und Psychopathologie, Herausgeber der philosophischen Reihe „Genealogica“.
Dr. med. Reinhard Merker, Facharzt für Innere Medizin mit Zusatzbezeichnung Psychotherapie, Mediator und freier Schriftsteller. Interessenschwerpunkte: Psychopathologie und Psychosomatik, Massenkultur, neuere deutsche Geschichte. Publikationsauswahl: „Das Unbewusste der Psychoanalyse" (2008), „Einige Gedanken zu Technik und Psyche" (2004), „Reklame für den schlechten Lauf der Dinge" (2001), „Die bildenden Künste im Nationalsozialismus" (1983).